Galerie Kletschke - FotoGrafische Malerei, Fotografie, Grafik

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Die Bedeutung der Maltechnik im Bild

"Ach wäre ich froh, hätte ich, als ich jung war, etwas von Maltechnik gelernt. Es hätte mir viel Ärger erspart. Ich habe deswegen meine Schüler immer dazu angehalten, Professor Roths Vorlesungen zu hören. Denn nichts ist trauriger, als wenn Bilder zu Grunde gehen müssen, weil sie in der Unkenntnis maltechnischer Gesetze entstanden sind. Jedes Bild - es kann modern oder so alt sein, wie es will - braucht seine handwerkliche Technik. Und die kann man lernen." Olaf Gulbransson 1948

Bei den alten Meistern wie etwa Vermeer van Delft waren künstlerisches Können und künstlerischer Geist, fachgerechtes Handwerk und Technik eine Einheit. Das Handwerk war bis zu Goya das Fundament der Malerei; dann verlor es sich allmählich. So kommt es, dass viele künstlerische Meisterwerke des 19. und 20. Jahrhunderts bereits dem Verfall preisgegeben sind, während die Werke voriger Jahrhunderte noch heute einwandfrei erhalten sind. Wir verfügen heute grossenteils über neue Materialien, z.B. Kunstharzbindemittel u.ä., die manchen Arbeitsschritt erleichtern; trotzdem gelten auch damit die grundsätzlichen uralten technischen Regeln: eine in Öl-Wasseremulsion angrichtete Farbe muß anders verarbeitet werden als ein in Wasser-Öl angerichtete und nach wie vor gilt, dass im mit Ölfarben gemalten Bild die Regel gilt: Fett auf mager. Nur auf einem mageren ölfreien bis ölarmen Untergrund darf mit fetterer ölhaltiger Farbe weitergemalt werden.

So gilt aus meiner Sicht und Erfahrung auch heute: die exakteste detaillierte oder auch abstrakte Malerei in pastoser oder lasierter Ausführung lässt sich in Ölfarben oder in Mischtechnik mit den technisch passenden Emulsionen durchführen. Hierfür stehen dem Maler heute verschiedene moderne Malmaterialien zur Verfügung, die technisch korrekt, letztlich in der Technik der Alten Meister, angewandt, zumindest handwerklich hervorragende Malerei ergeben.